1. Auswählen einer Auflösung
Mit einem Scanner eingelesene Bilder bestehen aus einzelnen Bildpunkten mit individuellen Werten für Helligkeit und Farbe. Die Bildpunktdichte wird als "Auflösung" oder dpi (dots per inch) bezeichnet.
Durch die Auflösung wird festgelegt, ob ein Bild eher fein- oder grobkörnig dargestellt wird. Je höher der Wert für die Auflösung, desto feiner ist die Bildauflösung und desto mehr kann das Bild vergrößert werden.
In der Regel sollte man bei der Auswahl der Bildauflösung die Scanauflösung an die des entsprechenden Ausgabegeräts (Bildschirm, Drucker, usw.) anpassen.
Ein höherer Auflösungswert erfordert im Allgemeinen mehr Systemressourcen.
2. Auflösung für Anzeigen
Soll ein gescanntes Bild hauptsächlich am Bildschirm angezeigt werden, wählen Sie eine Auflösung von 72 dpi. Das ist die Standardauflösung für die meisten Bildschirmanzeige.
3. Auflösung für Drucker
Da Farbdrucker das Bild durch Kombination verschiedener Farben erstellen, können Sie bei diesen Geräten die Hälfte der Auflösungswerts des Druckers wählen: z. B: 300 dpi bei einem 600 dpi-Farbdrucker.
Bei einem Monochromdrucker wählen Sie die gleiche Auflösung wie die Auflösung des Druckers aus: z. B: 600 dpi bei einem 600 dpi-Monochromdrucker.
4. Vergrößern/Verkleinern von Bildern für die Ausgabe an einem Drucker
Wenn das Bildformat nach dem Scannen noch geändert wird,
sollten Sie dies bei der Wahl der Scanauflösung berücksichtigen:
Vergrößern: Angenommen die Bildgrösse soll nach dem Scannen verdoppelt werden. Die Auflösung des Bildes halbiert sich somit, da die gleiche Anzahl an Bildpunkten jetzt auf eine doppelt so große Fläche verteilt ist. Ein Beispiel: Die Auflösung eines 300-dpi-Bildes verringert sich nach der Bildverdoppelung auf 150 dpi. Wird das Bild dann auf einem 600 dpi-Farbdrucker gedruckt, ist die geringere Bildauflösung deutlich erkennbar.
Wenn Sie allerdings für den Scanvorgang eine Auflösung von 600 (statt 300) dpi wählen, beträgt die Bildauflösung nach der Verdoppelung 300 dpi und ist somit für einen Ausdruck an einem 600 dpi-Farbdrucker ausreichend. Wenn ein Bild nach dem Scannen vergrößert werden soll, wählen Sie eine höhere Scanauflösung.
Verkleinern: Angenommen, Sie werden eine Anwendung einsetzen, in der die Abmessungen des gescannten Bildes halbiert werden. Die Auflösung würde sich verdoppeln, da die gleiche Anzahl an Bildpunkten auf eine halb so große Fläche verteilt ist.
Ein Bild, das mit einer Auflösung von 300 dpi gescannt wurde, hätte dann eine Auflösung von 600 dpi. Wird das Bild anschließend an einem 600 dpi-Farbdrucker gedruckt, ist die Auflösung höher als erforderlich. In diesem Fall könnten Sie, des schnelleren Arbeitens wegen, eine Scanauflösung von 150 dpi wählen. Nach der Halbierung der Bildgröße erhöht sich die Bildauflösung auf die für den Ausdruck an einem Farbdrucker erforderliche Auflösung von 300 dpi.
Wenn ein Bild nach dem Scannen verkleinert werden soll, wählen Sie eine geringere Scanauflösung.
5. Auflösung und Dateigrößen
In der Regel ist es am günstigsten, die für die endgültige Verwendung des Bildes erforderliche Mindestauflösung zu wählen. Bei einer Verdoppelung der Auflösung wird die Dateigröße vervierfacht.
Ist die Datei zu groß, nimmt die Bearbeitung mehr Zeit und möglicherweise mehr Speicherressourcen in Anspruch. Deshalb sollte die Auflösung nicht höher als unbedingt erforderlich sein.
|